Chronik

Die Anfänge des Jugendtreff St.Martin reichen bis ins ferne Jahr 1978 zurück. Bereits damals gab es im heutigen „Haus der Jugend“ Räumlichkeiten die den organisierten Gruppen zur Verfügung standen und zu einem offenen Treffpunkt für alle Jugendlichen umgestaltet werden sollten. Leider blieben erste Versuche der Realisierung in der Anfangsphase stecken. Ende der achtziger Jahre waren es einige Jugendliche aus der SKJ und der Kooperator Sepp Gschnitzer die diesen Wunsch aufgriffen und auf die Errichtung eines Jugendtreff hinarbeiteten. Eine Gruppe von 20 Jugendlichen gründete im Jahr 1991 den Verein „Jugendtreff St.Martin“, dessen Hauptaufgabe darin bestand einen für alle Jugendlichen des Tales offenen Treffpunkt zu errichten.

Die Gemeindeverwaltung von St.Martin stellte das „Haus der Jugend“ zur Verfügung und unterstützte das Projekt mit einem finanziellen Beitrag. Auch das Land beteiligte sich an den Kosten des Umbaus und der Ausstattung des Jugendtreffs. Schon damals waren die Bedürfnisse den heutigen ähnlich. Neben Partyraum, Küche, Aufenthaltsraum und Kuschelecke, brauchten wir natürlich auch ein Büro, einen Raum für Sitzungen und Werkraum.

Leider hat ein Schadenfeuer im Februar 1992 unseren Bemühungen zur Realisierung einen harten Schlag versetzt und beinahe wäre das gesamte Projekt gescheitert. Dank einiger beherzter Jugendlicher unter dem Vorsitz von Erich Kofler wurden schließlich die Umbauarbeiten in Angriff genommen. Zerstörte Räume mussten entrümpelt werden. Mauern durchbrochen und Leitungen verlegt werden. Nach der aufwendigen Sanierung und Beschaffung der Ausstattung fand am 5. September 1993 die Eröffnung des Jugendtreff statt, mit der eine neue Ära der Kinder – und Jugendarbeit begann. Auch weil in der Zwischenzeit die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden dazu führte, dass der Sitz des „Jugendservice Passeier“ im Gebäude des Jugendtreff untergebracht wurde. Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen folgten und auch die Öffnungszeiten des JT zogen jede Menge Besucher an. Auf dem Höhepunkt der Aktivitäten verzeichnete der JT weit über 300 Mitglieder. Viele Jahre des Aufschwungs und der Begeisterung waren der Lohn für alle Mühen und Plagen.

Jahrgang um Jahrgang wurden in die Jugendarbeit integriert. Bei Veranstaltungen galt es bis zu 85 Mitarbeiter zu koordinieren von denen viele die ersten Gehversuche in Organisation und Abwicklung von Aktionen unternahmen.

Der „Jugendtreff St.Martin“ bot mit seinen Räumlichkeiten und erfahrenen ehrenamtlichen Mitarbeitern das ideale Experimentierfeld für die Heranwachsenden. Entsprechend wechselten auch die Mitglieder im Trägerverein des JT. Allerdings gab es bis heute nur zwei Vorsitzende, Stolz Dieter folgte 200? Erich Kofler nach und übergab 2009 wiederum an ihn die Leitung des JT. Mit der Anstellung des Hauptamtlichen Mitarbeiters Thomas Schwarz im Sommer 2008 wurde der Jugendtreff auf eine neue Ebene gehoben über die an einer anderen Stelle berichtet wird.

Vor unserer Zeit

Es war einmal der „Thurn“ zu St.Martin.

So hieß unser „Haus der Jugend“ im 13.ten Jahrhundert. Man muss sich vorstellen, dass dieses Gebäude eines der ältesten Gebäude im Dorf ist. Nicht nur, dass wichtige Persönlichkeiten wie die Herren von Passeier oder die Grafen von Fuchs im genanntem Turm wohnten, nein er war auch Gerichtsstätte in einer Zeit wo Andreas Hofer noch hunderte von Jahren mit den Mücken flog. Nach dem Ende der Ritterzeit verfiel das Gebäude allmählich. Erst ca. um 1830 wurde das Gebäude umgebaut und als Schulhaus genutzt. Als Solches musste es allerlei miterleben, vom Verbot der deutschen Sprache bis zum zweisprachigen Unterricht ab 1945 war es ein langer Weg. Die Liste der Zweckbestimmungen des Gebäudes sei an dieser Stelle kurz erwähnt: Probelokal für die Musik, Faschistische Kneipe, Spengler – bzw. Mechanikerwerkstätte, Sporthalle für Tischtennis und Ranggler, Lehrerwohnung, Gemeindekanzlei, Proberaum für den Kirchenchor, Volksbücherei, Geräteraum für die Bergrettung, Lagerraum für das Heimatmuseum, Jungscharraum, Jugendraum, Metzgerei, u. a m. Ihr seht in unserem „Haus der Jugend“ wurde viel Gemeinschaft erlebt und in diesem Sinne wollten wir auch weitermachen.